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Das Saola (wissenschaftlicher Name: Pseudoryx nghetinhensis), das auch Vu-Quang-Antilope oder Vietnamesisches Waldrind genannt wird, ist ein Huftier, dass in den undurchdringlichen Regenwäldern in Laos und Vietnam vorkommt. Es wurde erst 1993 wissenschaftlich beschrieben und es sind erst sehr wenige Informationen über es bekannt. Bis heute weiß man kaum etwas über die Lebensweise und die Zahl der noch existierenden Tiere.

Das Saola gilt als vom Aussterben bedroht und ist eines der am stärksten bedrohten Huftiere. Unterarten sind nicht bekannt.

AussehenBearbeiten

Das Saola erreicht eine Körperlänge von etwa 150 cm, eine Schulterhöhe von 80 bis 90 cm, eine Schwanzlänge von etwa 15 cm, sowie ein Gewicht von 90 bis 100 kg. Das leicht glänzende Fell ist überwiegend kastanienbraun, rotbraun bis fast schwarz gefärbt. Im Gesichtsfeld zeigt sich eine charakteristische weißliche Zeichnung. Weitere helle Muster sind im Bereich des Gesäßes und der Hüfte zu erkennen. Oberhalb der dunkelgrau gefärbten Hufe ist jeweils ein weißer Fleck erkennbar. Der Kopf ist leicht länglich und endet in einer schmalen Schnauze. Die kleinen Ohren erreichen eine Länge von gut 10 cm und sitzen weit hinten, leicht seitlich am Schädel. Die seitlich am Schädel sitzenden Augen sind rundlich geformt, die Pupille ist dunkelbraun, die Iris weist eine orangene Färbung auf. Die Zunge wird mit bis zu 16 cm lang und reicht über das ganze Gesicht. Die Lippen erscheinen in einer leicht weißlichen Tönung. Oberhalb der Augen verfügt das Saola über Drüsen, die ein Sekret absondern. Die Drüsen weisen eine längliche Form auf. Die Hörner, die einen ovalen Querschnitt aufweisen, werden 35 bis 52 cm lang. Sie sind schlank und lang und fast gerade nach hinten gerichtet, sie werden von beiden Geschlechtern getragen. Männchen werden ein wenig größer als Weibchen.

Verbreitung und LebensraumBearbeiten

VerbreitungBearbeiten

Das Saola kommt im Annamiten-Gebirge im Grenzgebiet zwischen Laos und Vietnam vor, sein Verbreitungsgebiet beträgt aber nur höchstens 8000km².

LebensraumBearbeiten

Das Saola lebt im feuchten Regenwald zwischen 500 m und 800 m Höhe, eventuell kommt es auch in bis zu 1200 m Höhe vor. Meistens hält es sich an Flüssen oder Bächen auf.

ErnährungBearbeiten

Die Saola ist ein Pflanzenfresser, in der Nähe von Bachläufen frisst sie die Pflanzenart Homalomena aromatica aus der Familie der Aronstabgewächse.

Lebensweise und FortpflanzungBearbeiten

Das Saola ist wahrscheinlich tag- und dämmerungsaktiv. Meistens lebt es einzeln. Die Jungtiere kommen wahrscheinlich zwischen April und Juni zur Welt.

Natürliche FeindeBearbeiten

FressfeindeBearbeiten

Zu den natürlichen Fressfeinden zählen wahrscheinlich der Indochinesische Tiger und der Leopard, die beide im gleichen Verbreitungsgebiet leben. Jungtiere können auch dem Rothund zum Opfer fallen.

Datei:Saola Vg.png

GefährdungBearbeiten

In Gefangenschaft gehaltene Saolas überlebten jedes Mal nur wenige Wochen. Die vietnamesische Regierung hat daher ein Verbot erlassen, diese Tiere zu fangen und zu halten. Die Saola gilt als vom Aussterben bedroht und zählt zu den hundert am stärksten bedrohten Arten. Die Population dürfte höchstens wenige hundert Tiere betragen. Seit April 2011 gibt es ein Saola-Schutzgebiet in der vietnamesischen Provinz Quảng Nam.

SonstigesBearbeiten

  • Das Saola wurde erst 1992 entdeckt. Es gibt nur fünf wissenschaftlich annerkannte Nachweise des Saola seit seiner Entdeckung, der letzte im September 2013.

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