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Der Kubasmaragdkolibri (wissenschaftlicher Name: Chlorostilbon ricordii) ist eine Kolibriart aus der Gattung der Smaragdkolibris. Er kommt in vielen unterschiedlichen Wäldern vor, sogar in Gärten lebt er manchmal. Er kommt, trotz des Namens, nicht nur auf Kuba, sondern auch auf den Bahamas vor und hat ein insgesamt etwa 120.000km² großes Verbreitungsgebiet.

Der Kubasmaragdkolibri gilt als nicht gefährdet. Unterarten sind nicht bekannt.

AussehenBearbeiten

Der männliche Kubasmaragdkolibri erreicht eine Körperlänge von etwa 10,5 bis 11,5 Zentimeter, der weibliche etwa 9,5 bis 10,5 Zentimeter. Das Gewicht liegt zwischen 3,4 und 5,0 Gramm. Der Kubasmaragdkolibri hat einen dunklen, geraden Schnabel. Der Körper ist rundlich und gedrungen. Das Gefiederhat eine glänzend grüne Farbe, an Brust, Rücken und Kopf mit Blaustich, an den Seiten und Flanken mit einen gelblichen Stich. Der Schwanz ist bräunlich-schwarz und gegabelt, während die Unterschwanzfedern weiß sind. Die Flügel haben eine braune Farbe. Hinter dem Auge sitzt ein kleiner, weißer Punkt. Beide Geschlechter sehen sich sehr ähnlich, aber das untere Federkleid des Weibchens ist bräunlich-grau mit grünen Flanken. Das Schwanzendstück ist etwas weniger gegabelt. Außerdem ist das Gefieder des Weibchens dunkler und weniger brillant als das des Männchens.

Verbreitung und LebensraumBearbeiten

Der Kubasmaragdkolibri kommt, trotz seines Namens, nicht nur auf dem Inselstaat Kuba, sondern auch auf den Bahamas vor. Sein Verbreitungsgebiet ist insgesamt etwa 120.000km² groß.

Er lebt in subtropischen und tropischen Trockenwäldern, subtropische und tropischen feuchten Tieflandwäldern, subtropischem und tropischem trockenem Buschland, subtropischem und tropischem feuchtem Buschland, subtropischem und tropischem Grünland in höher gelegenen Regionen, Plantagen, ländlichen Gärten, urbanisierten Flächen sowie subtropischen und tropischen stark degradierten ehemaligen Wäldern.

NahrungBearbeiten

Bei der Nahrungsaufnahme fliegt der Kubasmaragdkolibri zwischen den Blumen seitwärts und rückwärts, dabei beugt er seinen Körper in etwa 45 Grad. Er ernährt sich vom Nektar und von kleinen Insekten, die sich an oder in der Blüte aufhalten. Der Nachwuchs wird ausschließlich mit Insekten und einem Nahrungsbrei gefüttert. Insekten werden entweder im Flug erbeutet oder von Pflanzen aufgelesen.

Lebensweise und PaarungBearbeiten

Datei:Kubasmaragdkolibri (2).png

Die tagaktiven Kubasmaragdkolibris leben einzelgängerisch, die Geschlechter treffen sich nur kurz zur Paarungszeit und trennen sich unmittelbar danach wieder. Kubasmaragdkolibris gelten als durchaus territorial und verteidigen ihr Nahrungs- und Bruthabitat gegenüber Artgenossen und Eindringlingen. Weibchen sind gegenüber Artgenossen jedoch deutlich toleranter. Bei den zum Teil heftigen Kämpfen kommen Schnabelhiebe und Tritte mit den Füßen zum Einsatz.

Während der Nacht ruhen Kubasmaragdkolibris an geschützten Stellen in dichter Vegetation. Dabei fallen sie in eine Art Starre, um Energie zu sparen. Die Starre ähnelt im Wesentlichen einem Winterschlaf, dauert jedoch nur eine Nacht an.

Kubasmaragdkolibris sind ausgezeichnete Flieger, sie fliegen jedoch deutlich langsamer als die meisten anderen Kolibriarten. Sie können sogar seitlich und rückwärts fliegen. Auch ein Schwebezustand ist für die Vögel kein Problem. Ihr Flugstil ist jedoch ausgesprochen kräftezehrend. Daher sind sie permanent damit beschäftigt, Nahrung aufzunehmen. Beim Fliegen ist immer ein charakteristischer Summton zu hören, der durch die hohe Schlagfrequenz der Flügel produziert wird.

Die Brutzeit kann ganzjährig sein, aber am häufigsten findet sie im Frühjahr statt. Während der Balz präsentieren vor allem die Männchen ihr prächtiges Gefieder und vollführen kunstvolle Flüge, meist in niedriger Höhe und nicht selten dicht über den Köpfen der Weibchen.Ein Männchen begattet zumeist mehrere Weibchen und hat mit der Aufzucht des Nachwuchses nichts zu tun. Unmittelbar nach der Begattung trennen sich die Geschlechter wieder.

Datei:Kubasmaragdkolibri Jagd.png
Um den Nestbau und die Aufzucht des Nachwuchses kümmert sich ausschließlich das Weibchen. Das napfartige Nest wird vom Weibchen alleine errichtet und entsteht an geschützter Stelle in einer Astgabel im dichten Gestrüpp von Sträuchern und niedrigen Bäumen. Sie benötigt für den Bau meist einige Tage. Als Nistmaterial dient Rinde, Blätter, Wurzelfasern, Moose und Flechten. Als Bindematerial werden Spinnenweben verbaut, die das Nest außen zusammenhalten und so eine gewisse Stabilität verleihen. Ausgepolstert wird das Nest meist mit Federn und Tierhaaren. Das Weibchen legt meist zwei Eier, die sie über einen Zeitraum von etwa 16 bis 18 Tagen wärmt.

Die Küken sind beim Schlupf unbefiedert und blind. Gegen Ende der ersten Lebenswoche öffnen sie erstmals ihre Augen. Ab diesem Zeitpunkt verfügen sie auch über ein Dunengefieder. Der Nachwuchs wird überwiegend mit einem Nahrungsbrei aus leicht vorverdauter Nahrung gefüttert und erreicht bereits in der vierten Lebenswoche die Flugfähigkeit. Nur wenig später sind die Jungvögel selbständig und fliegen aus.

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