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Die Kleinfleck-Ginsterkatze oder Europäische Ginsterkatze (wissenschaftlicher Name: Genetta genetta) ist eine Ginsterkatze, die etwa einen halben Meter lang wird und einen langen, buschigen Schwanz besitzt. Sie kommt in Afrika, auf der Iberischen Halbinsel in Europa und im Nahen Osten vor.

Die Kleinfleck-Ginsterkatze gilt als nicht gefährdet. Es werden fünf verschiedene Unterarten unterschieden.

AussehenBearbeiten

Die Kleinfleck-Ginsterkatze wird etwa 50 cm lang, dazu kommt noch der ungefähr 45 cm lange Schwanz. Sie wird 1,5 bis 3 kg schwer, das Gewicht hängt vom Geschlecht ab. Der Körper der Kleinfleck-Ginsterkatze ist langgestreckt und zierlich, die Beine sind kurz und schlank. Ihr lange Schwanz ist schwarz geringelt und sehr buschig, ihr Fell sehr weich und flauschig. Es hat eine graubraune Grundfärbung, auf der sich in mehreren Längsreihen sehr dunkle, beinahe schwarze Flecken abzeichnen. Die Schnauze der Kleinfleck-Ginsterkatze läuft spitz zu und die Ohren sind sehr groß und aufstehend. Die Krallen sind recht klein und lassen sich einziehen. Aus ihren Duftdrüsen sondern Kleinfleck-Ginsterkatzen bei Gefahr einen starken Moschus-Geruch ab.

Rufe und LautäußerungenBearbeiten

Ginsterkatzen geben ähnliche Geräusche wie Katzen von sich. Sie knurren, wenn sie wütend oder erregt sind, fauchen als Drohung, schnurren, wenn sie sich wohlfühlen, und miauen.

Verbreitung und LebensraumBearbeiten

VerbreitungBearbeiten

Die Kleinfleck-Ginsterkatze kommt in Afrika, auf der Iberischen Halbinseln und auf der Arabischen Halbinsel vor. Die Bestände in Europa gelten allerdings als vom Menschen eingeführt. Dort findet man sie bis auf Höhe der Pyrenäen.

LebensraumBearbeiten

Die Kleinfleck-Ginsterkatze bewohnt vor allem verschiedene Arten von Wäldern und Buschland, wo häufig Bäume, Sträucher oder Felsen vorhanden sind. Sie bevorzugt karge und trockene Gebiete, meidet aber den dichten Regenwald. In der Nähe menschlicher Siedlungen ist sie oft zu finden. Sie kommt in Spanien auf bis zu 1400 m vor, in Marokko auf 2600 m vor. Im Hochland Äthiopiens findet man sie auf ungefähr 3000 m.

Nahrung und JagdweiseBearbeiten

Kleinfleck-Ginsterkatzen sind nachtaktiv und ernähren sich fast ausschließlich von Fleisch. Als Anschleichjäger machen sie für gewöhnlich auf kleinere Säuger wie Mäuse, Ratten und Tiere ähnlicher Größe Jagd. Auch Vögel, Insekten, kleine Reptilien und Fische stehen auf ihrer Speisekarte. Aas wird ebenfalls nicht verschmäht. Als gute Kletterer betätigen sie sich nicht selten auch als Nesträuber. Gelegentlich fressen sie auch Beeren und reife Früchte.

Lebensweise und FortpflanzungBearbeiten

LebensweiseBearbeiten

Kleinfleck-Ginsterkatzen sind nachtaktive Einzelgänger, nur selten leben sie in Familienverbänden. Die Reviere von Männchen und Weibchen können sich überschneiden. Eine gleichgeschlechtliche Revierüberschneidung kommt in der Natur nicht vor. Am Tage ruht die Kleinfleck-Ginsterkatze an geschützten Stellen, in der Nacht geht sie auf die Jagd. Kleinfleck-Ginsterkatzen sind exzellente Springer und Kletterer, die sich auch auf dornigen Ästen ohne Verletzungen fortbewegen können.

FortpflanzungBearbeiten

Die Kleinfleck-Ginsterkatze erreicht die Geschlechtsreife mit rund zwei Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich in den meisten Verbreitungsgebieten über die Regenzeit. Nach einer Tragezeit von 75 bis 80 Tagen bringt das Weibchen zwischen einem und drei, selten auch vier Jungtiere an einem geschützten Platz zur Welt. Die Jungtiere sind noch nackt und blind. Nach zehn Wochen werden sie von der Muttermilch entwöhnt und beginnen mit der Aufnahme fester Nahrung. Ab einem Alter von drei Monaten begleiten sie ihre Mutter auf ihren Jagdausflügen. Mit etwa einem Jahr sind die Kleinfleck-Ginsterkatzen unabhängig und verlassen ihre Mutter. Die Lebenserwartung liegt in Freiheit bei zehn bis zwölf Jahren.

GefährdungBearbeiten

Least Concern
Die Kleinfleck-Ginsterkatze gilt als nicht gefährdet, es gibt keine größeren Bedrohungen. In einigen Gegenden wird sie gelegentlich von den Menschen gegessen und Körperteile werden für medizinische Zweicke verwendet. Ich Nordafrika wird sie auch wegen ihres Pelzes gejagt. Auf Ibiza wird die Ginsterkatze durch den Verlust der Lebensräume und durch die Folgen der Entwicklung des Tourismus bedroht.

UnterartenBearbeiten

Es werden fünf Unterarten der Kleinfleck-Ginsterkatze beschrieben.

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