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Name: Graugans

Lateinischer Name: Anser anser

Aussehen und Maße: Die Graugans gilt als Vorfahr unserer Hausgänse. Sie erreicht eine Körperlänge von etwa 83,0 bis 98,0 Zentimeter und eine Spannweite von etwa 160,0 bis 180,0 Zentimeter. Das Gewicht des Männchens beträgt 4,5 Kilogramm und das Gewicht des Weibchens etwa 3,5 Kilogramm. Die Hauptfärbung ist grau und der Rücken weist eine braune und graugewässerte Färbung auf. Die Schwungfedern sind dunkelbraun und mit schwarzen Spitzen gezeichnet. Der ganze Unterrücken, die Unterflügel sowie ein sehr breiter Rand der Oberflügel sind hell aschfarben. Die Unterschwanzdecken und der Bauch sind weiß getönt. Der Hals und die Brust sind mehr graubraun gefärbt. Im Alter ist die Brust schwarzbraun bis schwarz gefleckt. Die Flügelspitzen erreichen das Schwanzende nicht. Die kleinen Flügeldeckfedern und der Bürzel weisen eine graue Färbung auf. Der Schnabel ist orangefarben ohne schwarze Markierungen. Der Augenstern ist von eienr dunkelbraunen Tönung. Das nackte Augenlidrändchen und die Füße sind blass fleischfarben. Die Jungen weisen ein gelbes und grünlichgraues Dunenkleid auf. Das Weibchen ist etwas kleiner und hat einen dünneren Kopf und einen dünneren kürzeren Schnabel, der etwas heller erscheint in seiner Färbung. Der Hals des Weibchens ist mehr rostgrau getönt.

Lebensweise: Laut der Roten Liste der IUCN ist die Graugans ein Migrant, obwohl einige Populationen in den gemäßigten Zonen sesshaft oder sich nur lokal verteilen. Gelegentlich finden in sehr eisigen Wintern unregelmäßigen Bewegungen statt. Die Graugans brütet im April oder im Mai in lockeren Kolonien. Die flugunfähige Mauser dauert etwa einen Monat. Außerhalb der Brutzeit ist die Graugans sehr gesellig und bildet nach Brutzeit und Mauser vor dem Herbstzug große Konzentrationen von bis zu 25.000 Individuen. Die Graugans ist während der Morgen- und Abenddämmerung aktiv. Nicht-brütende Graugänse sind auch in der Nacht aktiv. Das Nisten findet in der Nacht und in der Mitte des Tages statt. Meist befindet sich der Nistplatz am offenen Wasser und die Nahrungsplätze können etwa 10 Kilometer vom Nistplatz entfernt sein, optimale Entfernung sind 2 bis 5 Kilometer. Während der Brutzeit bewohnt die Graugans Feuchtgebiete, offenes Grasland, Binsen- oder Heideland, arktische Tundra, Steppen oder Halbwüsten. Meist befinden sich die Nistplätze in der Nähe von Bächen und Flussmündungen und in der Nähe von den Nahrungsplätzen wie Wiesen, Stoppelfelder und neu gesäte Getreidefelder. Bevorzugt werden kleine isolierte Inseln, die sich im See oder an der Küste befinden, so dass die Nester unerreichbar für natürliche Feinde sind. Im Herbst (vor der Migration) frequentiert die Graugans auch landwirtschaftliche Flächen, zum Beispiel Zuckerrüben-, Mais- und Getreidefelder. Im Winter bewohnt die Graugans offenes Land, Sümpfe, Seen, Stauseen, Lagunen und Flussmündungen. Die Graugans ist ein reiner Pflanzenfresser. Zum Nahrungsspektrum zählen unter anderem Gräser, Wurzeln, Sprossen, Blätter, Stängel, Früchte von anderen krautigen Pflanzen, Wasserpflanzen sowie landwirtschaftliches Getreide und auch Kartoffeln (vor allem im Winter). Das Nest ist eine flache Konstruktion aus Pflanzenmaterial und wird meist unter Röhricht, in oder an der Basis der Bäume, unter Büschen oder in geschützten Mulden auf isolierten Inseln im See oder entlang der Küste plaziert. Gelegentlich wird das Nest auch auf Flößen, die sich auf den Flüssen befinden, gebaut. Obwohl die Graugans nur halb-kolonial brütet, so sind doch die Nester in einem kleinen Bereich konzentriert. Im Naturschutzgebiet Vejlerne in Dänemark wird das Röhricht für 5 bis 13 Jahre wegen der hohen Brutdichte nicht gemäht. Bei einer niedrigen Brutdichte wird das Röhricht erst in vier Jahren gemäht. Wird das Röhricht schon nach einem Jahr gemäht, dann ist keine ausreichende Deckung für die Nester gewährleistet, da die Sprossdichte zu niedrig ist.

Unterarten:

                 - Anser anser anser
                 - Anser anser rubrirostris
                 - Anser anser domesticus
Datei:Graugans.gif

Lebensraum: Sie bewohnen brachliegenden Wiesen und rasten dort auch.

Nahrung: Die Graugans geht während der Morgen- und Abenddämmerung auf Nahrungssuche. Nicht-brütende Graugänse suchen auch in der Nacht nach Nahrung. Die Graugans ist ein reiner Pflanzenfresser. Zum Nahrungsspektrum zählen unter anderem Gräser wie Klee und Löwenzahn, kleine Wurzeln, Sprossen, Blätter, Stängel, Früchte von anderen krautigen Pflanzen, Wasserpflanzen sowie landwirtschaftliches Getreide und auch Kartoffeln (vor allem im Winter).

Fortpflanzung: Graugänse sind sehr partnertreu, die sich nur bei Verlust des Partners neu paaren. Die Brut findet in den Monaten März und April statt. Die eigentliche Kopulation dauert nur wenige Sekunden und findet grundsätzlich im Wasser statt. Das Nisten findet in der Nacht und in der Mitte des Tages statt. Meist befindet sich der Nistplatz am offenen Wasser und die Nahrungsplätze können etwa 10 Kilometer vom Nistplatz entfernt sein, optimale Entfernung sind 2 bis 5 Kilometer. Während der Brutzeit bewohnt die Graugans Feuchtgebiete, offenes Grasland, Binsen- oder Heideland, arktische Tundra, Steppen oder Halbwüsten. Meist befinden sich die Nistplätze in der Nähe von Bächen und Flussmündungen und in der Nähe von den Nahrungsplätzen wie Wiesen, Stoppelfelder und neu gesäte Getreidefelder. Bevorzugt werden kleine isolierte Inseln, die sich im See oder an der Küste befinden, so dass die Nester unerreichbar für natürliche Feinde sind. Das Nest ist eine flache Konstruktion aus Pflanzenmaterial und wird meist unter Röhricht, in oder an der Basis der Bäume, unter Büschen oder in geschützten Mulden auf isolierten Inseln im See oder entlang der Küste plaziert. Gelegentlich wird das Nest auch auf Flößen, die sich auf den Flüssen befinden, gebaut. Obwohl die Graugans nur halb-kolonial brütet, so sind doch die Nester in einem kleinen Bereich konzentriert. Im Naturschutzgebiet Vejlerne in Dänemark wird das Röhricht für 5 bis 13 Jahre wegen der hohen Brutdichte nicht gemäht. Bei einer niedrigen Brutdichte wird das Röhricht erst in vier Jahren gemäht. Wird das Röhricht schon nach einem Jahr gemäht, dann ist keine ausreichende Deckung für die Nester gewährleistet, da die Sprossdichte zu niedrig ist. Die Weibchen legen in ihre Nester zwischen sieben und dreizehn Eier, die eine weisse bis gelbliche Farbe aufweisen. Nach maximal 30 Tagen schlüpfen die Küken, deren Aufzucht etwa 50 bis 60 Tage dauert. In der Regel bleiben die Jungtiere bis zur nächsten Brut bei ihren Eltern, danach gründen sie eigene Familien. Die Tiere können bis zu 17 Jahre alt werden.

IUCN: nicht gefährdet

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