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Info: Die Ghana-Gottesanbeterin (Sphodromantis lineola), auch als Afrikanische Riesengottesanbeterin bekannt, zählt innerhalb der Familie der Gottesanbeterinnen (Mantidae) und gehört zur Gattung der Sphodromantis.

Beschreibung: Die zu den großen Fangschrecken (Mantodea) zählende Ghana-Gottesanbeterin ist schlank gebaut und erreicht eine Körperlänge von etwa neun Zentimetern. Diese Größe erreichen jedoch nur die Weibchen, Männchen bleiben mit bis zu sieben Zentimetern deutlich kleiner. Ghana-Gottesanbeterinnen haben einen verhältnismäßig großen Kopf, der eine dreieckiger Form aufweist. Die Facettenaugen sitzen auf den oberen Ecken und sind rundlich geformt. Auf der Stirnplatte sitzen die drei Stirnauge (Ocelli) und davor die zwei Antennen, die in Antennengruben eingebettet sind. Der Prothorax ist blattförmig verbreitert. Die Fangarme sind kräftig gebaut und mit langen Dornen besetzt, was darauf schliessen lässt, dass diese Art Geflügelte Insekten fängt. Das Abdomen ist schlank und deutlich abgeflacht. Die Flügel sind gut ausgebildet und reichen beim Weibchen bis zum Abdomenende und beim Männchen etwas darüber. Die Schreitbeine sind lang und ohne Auswüchse. Die Grundfarbe reicht von erdbraun bis satt grün.

Verhalten: Die Ghana-Gottesanbeterin ist eine echte Lauerjägerin. Sie wartet in "betender" Haltung auf Beutetiere, die ihr in die Rechweite ihrer Fangarme fliegen oder laufen. Selten bewegt sie sich aktiv während der Nahrungssuche. Die Beute wird blitzschnell ergriffen und sogleich mit den Fresswerkzeugen (Mandibeln) gefressen. Meistens beginnt sie den Kopf zu fressen, was warscheinlich dem Eigenschutz dient, um sich vor Bissverletzungen zu schützen.

Unterarten:

Verbreitung: Das Vorkommen der Ghana-Gottesanbeterin erstreckt sich über West- und Ostafrika. Dort lebt sie in den trockenen Savannen und lichten Trockenwäldern. Ihr bevorzugter Aufenthaltsort zum Jagen sind Sträucher und niedrige Bäume.

Nahrung: Die Ghana-Gottesanbeterin erbeutet, je nach Entwicklungsstadium,alles was sie überwältigen kann, wie zum Beispiel von Larven bis zu kleinen Geckos. Diese Art gilt auch als sehr kannibalistisch, dies gilt für die frisch geschlüpften Nymphen genauso wie für adulte Tiere. Die Paarung ist dadurch für beide Partner ein gefährliches Aufeinandertreffen, dementsprechend lebt diese Art einzelgängerisch.

Fortpflanzung: Zwei bis drei Wochen nach der Reifehäutung, die auch Imaginalhäutung genannt wird, sind beide Geschlechter geschlechtsreif und somit paarungsbereit. Das Weibchen sendet Sexuallockstoffe (Pheromone) aus, um Männchen zur Paarung anzulocken. Die Männchen nehmen diese mit speziellen Organen in den Antennen auf. Das Männchen nähert sich sehr behutsam dem Weibchen, und zwar von hinten oder von der Flanke. Ist das Männchen nah genug an dem Weibchen, so springt es auf den Rücken des Weibchens, klammert sich mit den Fangarmen am Prothorax und mit den Schreitbeinen an dem Abdomen fest. So verharrt es einige Zeit und betrillert dabei das Weibchen mit seinen Antennen. Dann beginnt das Männchen sein Abdomen bis zur Öffnung der Kloake des Weibchens zu schieben. Beide Geschlechtsöffnungen berühren sich nun, dabei verhaken sich die beiden asymmetrischen geformten Geschlechtsorgane. Nach der Kopulation versucht das Männchen sich schnell vom Weibchen zu trennen und sucht das Weite. Das Weibchen setzt drei bis sechs Eibehälter (Ootheken) ab, die jeweils 70 bis 300 Eier enthalten können. Nach fünf bis sechs Wochen beginnen die Jungen zu schlüpfen. Die Lebenserwartung liegt bei etwa acht Monaten.

Datei:Ghana-Gottesanbeterin.jpg

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