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Gepard
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Gepard

Acinonyx juatus

Systematik
Überordnung: Laurasiatheria
Ordnung: Raubtiere
Überfamilie: Katzenartige
Familie: Katzen
Gattung: Acinonyx
Allgemeines
Verbreitung: Afrika
Lebensraum: In Graslandschaften und mit Sträuchern bewachsenden Biotopen
Größe: 1-1,5 m Körperlänge, bis zu 80 cm Schulterhöhe
Gewicht: 20-70 kg
Ernährung: Hauptsächlich kleinere und mittelgröße Säugetiere

Der Gepard (Acinonyx juatus) gehört zu der Familie der Katzen, der Kleinkatzen. Der Gepard ist mit ca. 120 Kilometer pro Stunde das schnellste Landsäugetier!

GepardBearbeiten

Der Gepard hat ein goldenes Fell mit schwarzen Flecken.

LebensweiseBearbeiten

Jagd Bearbeiten

Für die Jagd ist der Körper der "Windhund"-Katze in vollendeter Form geschaffen. Sie ist hochbeinig, schlank und sehnig, mit schmalem Kopf, großem Lungenvolumen und äußerst elastischem Rückgrat. Einzigartig unter Katzen sind die für den Sprinter idealen hundeähnlichen Pfoten: Die stumpfen Krallen sind nicht einziehbar und funktionieren wie Spikes. Zum Niederstrecken der Beute dient eine messerscharfe, säbelartig gebogende Daumenkralle an der Innenseite der Vorderpfoten. Obwohl der Gepard bei der Jagd deutlich erfolgreicher ist als alle anderen Großkatzen, führt es ihn im Durchschnitt nicht zu einer sättigenden Mahlzeit. Denn häufig vertreiben Löwen, Leoparden, Hyänen, wilde Hunde, Schakale, und auch Geier den ermatteten Hochleistungssprinter von Lebenserwartung Mehr als die Hälfte aller Geparde überlebt die ersten Wochen nach der Geburt nicht. Häufigste Todesursache: andere Raubtiere wie Löwen, Hyänen, oder Leoparde, aber auch Greifvögel und kleinere Räuber. Wird die Mutter verletzt oder getötet, sind die Jungen hilflos. Solange sie noch nicht gelernt haben zu jagen, werden sie verhungern. In Freiheit können Geparde etwa 15 Jahre alt werden.

SozialverhaltenBearbeiten

Geparde sind tagaktive Tiere. Dadurch vermeiden sie weitgehend Begegnungen mit den eher nachtaktiven Löwen, Leoparden, Tüpfel-, Streifen- und Schabracken, die Geparden leicht die Beute streitig machen können und auch eine große Gefahr für den Nachwuchs darstellen. Sie sind geselliger als die meisten anderen Katzen. Die Weibchen leben meistens allein – mit Ausnahme der Zeit, in der sie Junge führen. Männchen hingegen formen Verbände, in denen sie (meistens Wurfbrüder) zu zweit oder dritt leben. Selten gibt es größere Gepardgruppen von bis zu 15 Individuen. Männchen und Weibchen kommen nur zur Paarung zusammen und trennen sich gleich darauf wieder. Das Revier wird durch Urinmarkierungen abgegrenzt.

FortpflanzungBearbeiten

Im Alter von etwa drei Jahren ist ein Gepard geschlechtsreif. Die Tragzeit beträgt etwa 95 Tage, ein Wurf besteht aus einem bis drei Jungen. Das Weibchen bringt sie in einem Bau zur Welt, in dem sie für etwa acht Wochen bleiben. Dies ist nötig, da Geparde nicht die körperlichen Voraussetzungen besitzen, ihren Nachwuchs erfolgreich gegen die stärkeren Großkatzen – Löwe und Leopard – oder auch Hyänen zu verteidigen. Die Jungen haben auf dem Rücken lange silbrige Haare, die wahrscheinlich der Tarnung dienen und die sie nach etwa drei Monaten rasch verlieren. Trotz dieser natürlichen Schutzvorrichtungen ist die Mortalität während des ersten Lebensjahres hoch; meistens fallen sie Raubfeinden zum Opfer. Haben sie die erste kritische Phase überstanden, können sie ein Lebensalter von 15 Jahren erreichen.

Ernährung und JagdBearbeiten

Er jagt am liebsten kleinere Huftiere, wie Gazellen und Böckchen und Beutetiere unter 60 kg Körpergewicht. Wenn er nichts anderes findet, jagt ein Gepard auch Hasen, Kaninchen und Vögel.

Geparden schleichen sich normalerweise auf ca. 50 bis 100 m an ihre Beute heran, um sie dann mit hoher Geschwindigkeit anzugreifen. Der Gepard ist auf das Erreichen sehr hoher Geschwindigkeiten spezialisiert. Dies ist sein Vorteil gegenüber anderen Raubkatzen, da er schneller längere Distanzen überwindet. 50 bis 70 % seiner Jagden sind erfolgreich. Nur in Rudeln jagende Raubtiere übertreffen die Beutezahl des Geparden. Er überrennt seine Beute und läuft in die Beine des Opfers, das dann das Gleichgewicht verliert und auf den Boden stürzt. Dann drückt der Gepard dem Beutetier mit den Zähnen die Kehle zu und erstickt sie. Es ist wichtig, dass der Gepard sich nach der Jagd kurz ausruht, denn eine zu lange Jagd kann seine Muskeln überhitzen. Danach frisst er schnell, damit andere Raubttiere ihm seine Beute nicht wegnehmen.

KulturgeschichteBearbeiten

Schon früh hat der Mensch es verstanden, Geparde zu dressieren und als Jagdbegleiter nutzbar zu machen. Deswegen hat man ihn für die Jagd abgerichtet und er erhielt seinen synonym verwendeten Namen „Jagdleopard“. Sowohl in Mesopotamien als auch im alten Ägypten hat man – seit dem dritten vorchristlichen Jahrtausend – Geparde auf diese Weise verwendet. Im mittelalterlichen Europa war die Jagd mit Geparden ein Luxus, den man sich nur an Königshöfen leisten konnte. Da sich diese Katze aber in Gefangenschaft nicht vermehrte, musste man immer neue Geparde fangen. Zu ihrer Dezimierung trug außerdem bei, dass sie wegen ihres Fells getötet wurden.

VerbreitungBearbeiten

Der Gepard vermehrt sich durch eine Patnerschaft, die der Gepard für sehr lange hält. Bei einem Wurf gebärt der weibliche Gepard 5-8 junge.

Aktuelle Populationsgröße und SchutzstatusBearbeiten

Vulnerable

Man schätzt, dass noch etwa 12.400 Geparde in 25 afrikanischen Ländern in freier Wildbahn leben, wobei Namibia mit 2.500 Individuen die größte Anzahl vorweisen kann. Weitere geschätzte 60 bis 100 Individuen kommen im Iran vor . Die geschätzte effektive Populationsgröße liegt bei etwa 10.000 Individuen. Die meisten Geparde leben nicht in Schutzgebieten, was vielfach zu Konflikten mit Viehzüchtern führt. Die Art wird auf der roten Liste der IUCN als „gefährdet“ gelistet, wobei die afrikanischen Unterarten als „gefährdet“ bis „stark gefährdet“, die asiatische Unterart als „vom Aussterben bedroht“ gelten. Zuchtprogramme in Zoos und die Anwendung von künstlicher Befruchtung sind erfolgreich.


Da sich der Gepard

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