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Eisbär

Ursus maritimus

Systematik
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidae)
Familie: Bären (Ursidae)
Unterfamilie: Ursinae
Gattung: Ursus
Art: Eisbär
Zeitraum
50.000 Jahre v.Chr. - heute
Allgemeines
Verbreitung: Arktis/zirkumpolar
Lebensraum: Treibeis des Nordpolarmeers
Größe: Länge: 250 cm
Schulterhöhe: 160 cm
Gewicht: 500 - 700 kg
Ernährung: Robben, z.B. Walrosse

Der Eisbär (Ursus maritimus), auch Polarbär, ist eine Raubtierart aus der Familie der Bären. Er bewohnt die nördlichen Polarregionen und ist eng mit dem Braunbär verwandt. Er gilt neben dem Kamtschatkabär und dem Kodiakbär als das größte an Land lebende Raubtier der Erde.

Aussehen Bearbeiten

Sein Fell ist häufig weiß oder gelb-weiß. Eisbären haben schwarze Haut, damit die Wärme noch besser gespeichert wird. Das weiße Fell ist bloß zur Tarnung da. Es ist wasserabweisend und dicht. Unter ihrer schwarzen Haut befindet sich eine dicke Fettschicht, damit sie nicht erfrieren.

Lebensweise Bearbeiten

Verhalten Bearbeiten

Eisbären leben, außer in der Paarungszeit oder wenn Weibchen mit ihren Jungen unterwegs sind, gewöhnlich als Einzelgänger. Sie wandern meist in ihrem sehr großen Revier auf der Suche nach Nahrung umher.

Ernährung Bearbeiten

Ihre Hauptbeute von Eisbären besteht hauptsächlich aus Robben, welchen sie vor deren Luftlöchern still auflauern. Seltener erbeuten sie geschwächte Walrosse oder fressen gestrandete Wale. Eisbären sind aufgrund ihres Magens und ihrer dicken Fettschicht in der Lage auch Monate lang ohne Fleisch auszukommen. In den Sommermonaten ernähren sie sich meist von Beeren, Seetang und Seegras, um das Verdauungssystem aktiv zu halten.

Fortpflanzung Bearbeiten

Die rund eine Woche dauernde Paarungszeit fällt, je nach nördlicher Breite, in die Monate März bis Juni. Die Zeit von der Befruchtung bis zur Geburt beträgt etwa acht Monate. Allerdings kommt es erst Ende August, Anfang September zur Einnistung des Eies und damit zu einer zwei bis drei Monate dauernden eigentlichen Tragzeit. Dies ist ein natürlicher Schutzvorgang; falls die werdende Mutter nämlich durch Nahrungsmangel im Sommer zu sehr ausgehungert ist, wird das Ei vor der Einnistung resorbiert und die Trächtigkeit abgebrochen. Die Geburt der Bären erfolgt dann zwischen November und Januar, also im Winter. Trächtige Weibchen beziehen etwa einen Monat vor der Geburt eine Geburtshöhle, in der sie Winterruhe halten. Sie verlassen diese Geburtshöhle mit ihren Jungen erst vier Monate später. Die Gegenden, in denen die Weibchen ihre Jungen gebären, werden als „Denning Areas“ (Höhlengebiete) bezeichnet. Eisbären werden mit etwa fünf bis sechs Jahren geschlechtsreif. Ab 20 Jahren geht die Fruchtbarkeit der Weibchen deutlich zurück. Das potentielle Höchstalter von Eisbären in freier Natur wird auf 25 bis 30 Jahre geschätzt, in menschlicher Obhut können sie 45 Jahre alt werden.

Verbreitung und Lebensraum Bearbeiten

Eisbären sind ausschließlich in der Arktis verbreitet und zwar zirkumpolar, also in der Polarregionen rund um den Nordpol. Die meisten hocharktischen Eisbären halten sich das ganze Jahr über an den Küsten oder auf dem Eis auf, um dort Robben zu jagen. Sie bevorzugen dabei Gebiete, in denen das Eis durch Wind und Meeresströmungen in Bewegung bleibt und immer wieder aufgerissen wird, wodurch eisfreie Stellen entstehen. Im Sommer halten sich Eisbären überwiegend an den südlichen Rändern des auf. Mit Wintereinbruch wandern sie südwärts, den offenen Stellen folgend.

Galerie Bearbeiten

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