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Name: Brandgans

Lateinischer Name:Tadorna tadorna

Aussehen und Maße: Die Brandgans ist eine rechte große Ente und erreicht eine Körperlänge von etwa 58,0 bis 67,0 Zentimeter sowie eine Spannweite von etwa 110,0 bis 133,0 Zentimeter. Das Gewicht des Männchens beträgt 0,8 bis 1,5 Kilogramm, während das Gewicht des Weibchens 0,5 bis 1,3 Kilogramm beträgt. Charakteristisch ist die Dreifarbigkeit des Federkleides sowie der markante Schnabelhöcker, der während der Brutzeit beim Männchen besonders ausgebildet ist. Weibchen haben keinen Schnabelhöcker. Männchen und Weibchen sind im wesentlichen gleich gefärbt, wobei die Farbpracht beim Männchen etwas deutlicher ausfällt. Der Kopf weist eine schwarze Färbung und ist mit einem grünen metallischen Glanz überzogen. Der Schnabel ist leuchtend rot und von der Brust bis zum Schulterblatt zieht sich eine rötlich-kastanienbraune Binde. Des Weiteren zeigen sich auf den Flügeln und in der Mitte des Bauches schwarze Streifen. Die Schwungfedern sind ebenfalls schwarz gefärbt. Die äußeren Flügel der Handschwingen sind grün gefärbt. Die Schwanzfedern sind weiß und die Spitzen haben eine schwarze Färbung. Die Iris der Augen weist eine rötlich-braune Färbung auf und die Beine sind rosafarben geschönt. Die Vokalisation zwischen den Geschlechtern unterscheiden sich deutlich. Im Frühjahr hört man ein hohes Pfeifen. Das Weibchen erzeugt ein niedriges nasales Quaken, das öfter wiederholt wird, etwa 12 Silben pro Sekunde, und endet meist in ein Trillern. Das Quaken des Männchens klingt etwas dumpfer und klingt eher zweisilbig und wird mehrmals wiederholt.

Lebensweise: Laut der Roten Liste der IUCN sind die meisten Populationen dieser Art wandernd, obwohl die europäischen Populationen weitgehend sesshaft sind. Nach der Brut unternehmen die wandernden Populationen ausgiebige Wanderungen, um sich auf ihren favorisierten Mauserplätzen zu mausern. Die asiatischen Populationen können sich auch in der Nähe ihrer Brutplätze mausern. Die Brandgans brütet einzeln oder in kleinen Gruppen. Nichtbrüter halten sich in der Regel das ganze Jahr über in kleinen Gruppen auf. Nach Brut, etwa zwischen Juli und Oktober mausert sich die Brandgans und ist für 25 bis 31 Tage flugunfähig. In dieser Zeit ist die Brandgans sehr gesellig und es können sich größere Schwärme von bis zu 100.000 Individuen oder mehr bilden. Die Brandgans zeigt eine Vorliebe für salzhaltige Lebensräume und frequentiert Watts und schlammige oder sandige Flussmündungen in den Küstenregionen. Im Landesinneren sucht die Brandgans salzhaltige Seen und Brackwasser in der Steppe oder in den Halbwüsten auf. Die asiatischen Populationen halten sich auch in Süßwasser-Flüssen oder in Sümpfen auf. Während der Migration nutzen andere Populationsgruppen Süßwasserlebensräume. Die Ernährung besteht überwiegend aus Salz-Wasser-Mollusken zum Beispiel Hydrobia ulvae sowie andere wirbellose Wassertiere wie zum Beispiel Insekten, Krebstiere und Würmer. Des Weiteren zählen zum Nahrungsspektrum noch kleine Fische und deren Rogen sowie allerlei Pflanzen wie Algen, Samen und landwirtschaftliche Körner. Das Nest wird für gewöhnlich in einem hohlen Baumstamm oder in Säugetier-Bauten, zum Beispiel von Wildkaninchen (Oryctolagus cuniculus) positioniert. Selten werden Nester im Freien oder in dichter Vegetation plaziert. Die Brandgans nimmt auch künstliche Nester in Nistkästen an.

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Lebensraum: Brandgänse bewohnen Meeresküsten, salzige Binnenseen und flache Buchten und Flussmündungen.

Nahrung: Die Brandgans ernährt sich von kleinen Krebstieren, Weichtieren und von Wasserinsekten und deren Larven. Das Nahrungsspektrum richtet sich je nach Lebensraum. An der Küste des Nordatlantik besteht die Ernährung zu 90 Prozent aus kleinen Gezeitenzonen-Schnecken wie zum Beispiel Hydrobia ulvae. An den Ufern des Schwarzen Meeres und des Asowschen Meeres sowie der Binnengewässer sucht die Brandgans nach asiatischen Krebstieren wie zum Beispiel Salinenkrebs (Artemia salina) und Mückenlarven der Gattung Tendipes. Gelegentlich verzehrt die Brandgans auch Fischeier und Fischlarven sowie Regenwürmer. Im Winter nimmt die Brandgans kleine Mengen vegetative Pflanzenteile und Algen zu sich.

Fortpflanzung: Das Weibchen erreicht die Geschlechtsreife im Alter von zwei Jahren, während das Männchen die Geschlechtsreife mit vier oder fünf Jahren erreicht. Die Brandgänse kehren Ende März oder Anfang April zu Brutplätzen zurück. Die Paarung erfolgt in der Regel im flachen Wasser, manchmal aber auch an Land. Die Brandgans lebt paarweise oder in kleinen Kolonien. Die Brut beginnt später als bei anderen Enten, etwa im April oder im Mai. Das Weibchen sucht einen günstigen Nistplatz in alten Baumhöhlen oder in verlassenen Gebäuden, unter einem Heuhaufen oder unter Stroh. Auch alte verlassene Höhlen von Säugetieren wie Hasen, Stachelschweine, Steppenfüchse, Dachse und Murmeltiere, werden gerne genommen. Herrscht Mangel an geeigneten Nistplätzen im offenen Gelände, dann werden Büsche gewählt oder das Weibchen kratzt eine Mulde im weichen Boden. Benachbarte Nester können in einem kurzen Abstand voneinander entfernt liegen. Das Innere des Nestes wird in der Regel mit trockenem Gras und mit reichlich grau-weißen Daunen ausgepolstert. Das Gelege besteht aus 3 bis 12 (meist 8 bis 10) Eiern. Jedes Ei wiegt etwa 80,0 Gramm. Die Eier haben eine glänzende cremig-weiße Färbung, manchmal mit einer leichten Ocker-Färbung. Das Weibchen bebrütet die Eier 29 bis 31 Tage lang, beginnend mit dem letzten Ei. Zu Beginn der Inkubation verläßt das Weibchen oft das Nest, um in der Nähe des Wassers nach Nahrung zu suchen. Das Männchen befindet sich in der Regel immer am Nest und verjagt vehement jeden Eindringling, indem das Männchen kräftig mit den Flügeln schlägt. Auch das Weibchen verteidigt dann zusammen mit dem Männchen das Nest. Häufig werden die Nester von Möwen, Krähen und anderen Vögeln geplündert. Nach erfolgreicher Brut werden die Küken von beiden Elternteilen aufgezogen. In einem Alter von etwa 45 bis 50 Tagen sind die Jugendlichen dann Flügge.

IUCN: nicht gefährdet

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