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Amurleopard

Panthera pardus orientalis

Systematik
Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
Familie: Katzen (Felidae)
Unterfamilie: Großkatzen (Pantherinae)
Gattung: Eigentliche Großkatzen (Panthera)
Art: Leopard (Panthera pardus)
Unterart: Amurleopard
Allgemeines

Der Amurleopard (Panthera pardus orientalis) ist eine Unterart des Leoparden aus der Familie der Katzen.

MerkmaleBearbeiten

Amurleoparden unterscheiden sich von anderen Unterarten durch ein dichtes Fell, das kräftig und einheitlich gezeichnet ist. Leoparden vom Flussbecken des Amur, den Bergen im Nordosten Chinas und der koreanischen Halbinsel haben besonders im Winter blasse cremefarbene Felle.
Ihr Fell ist weich und besteht aus langem, dichtem Haar. Die Haare auf dem Rücken sind im Sommer 20–25 mm und im Winter 50 mm lang. Das Winterfell variiert von hellgelb bis gelblich-rot mit goldfarbener Tönung oder rostfarben bis rötlichgelb. Das Sommerfell ist leuchtender und intensiver gezeichnet.

VerbreitungBearbeiten

Amurleoparden waren ehemals im Nordosten Chinas und auf der koreanischen Halbinsel, wahrscheinlich bis nach Peking beheimatet. In der Mitte des 20. Jahrhunderts war ihr Verbreitungsgebiet in Russland auf den äußersten Süden der Ussuri-Region beschränkt. Von dort erstreckte sich das Verbreitungsgebiet bis zum Chankasee. In den 1950ern sind Leoparden 50 km nördlich von Wladiwostok und im Kedrowaja-Pad-Naturreservat beobachtet worden. Sie halten sich vorwiegend in den Bergen auf und in Gebieten, in denen wilde Sikahirsche leben oder wo landwirtschaftliche Wildhaltung praktiziert wird. Im Winter bleiben sie in schneefreien felsigen Südhängen.
In China und auf der koreanischen Halbinsel gelten sie seit 2007 als ausgestorben. Laut der letzten Zählung aus dem Jahr 1998 lebten weniger als zehn Tiere in der Provinz Jilin und möglicherweise wenige in der Provinz Heilongjiang.
Das Revier von Amurleoparden liegt in der Regel in einem Flussbett und erstreckt sich bis an die natürlichen topografischen Grenzen des Gebietes. Das Revier zweier Individuen überlagert sich manchmal, aber nur geringfügig. Abhängig von Geschlecht, Alter und Größe der Familie variiert das Revier eines Individuums von 5000–30000 ha.
Sie erbeuten hauptsächlich Rehe und kleinere Hirsche.

GefährdungBearbeiten

Da viele der Tiere bereits untereinander verwandt sind, sind Paarungen zwischen Geschwistern bzw. Nachkommen und Elternteilen eher die Regel als die Ausnahme geworden. Diese Inzucht kann im Extremfall zu Missbildungen bis hin zur Unfruchtbarkeit der Nachkommen führen.

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