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Info: Agassiz’ Zwergbuntbarsch (Apistogramma agassizii), auch als Buntschwanz-Zwergbuntbarsch bezeichnet, zählt innerhalb der Familie der Buntbarsche (Cichlidae) zur Gattung der Südamerikanischen Zwergbuntbarsche (Apistogramma). Im Englischen wird die Art als Agassizi's Dwarf Cichlid bezeichnet. Erstmals wissenschaftlich beschrieben wurde Agassiz’ Zwergbuntbarsch im Jahre 1875 von dem österreichischen Zoologen Franz Steindachner.

Aussehen und Maße: Allgemein erreicht Agassiz’ Zwergbuntbarsch eine Körperlänge von etwa fünf Zentimetern, wobei dies für Weibchen zumeist das Maximalmaß ist. Männchen können durchaus bis maximal neun Zentimeter messen. Der Körper des Fisches ist langgestreckt und von der Seite betrachtet etwas keulenförmig. Seitlich ist er im Verhältnis zur Körperhöhe abgeflacht. Die durchgehende Rückenflosse (Dorsale) steigt nach hinten zu auf und endet in einem spitzen Zipfel. Am oberen Rand der Flosse befinden sich, egal um welche welche Farbvariante es sich handelt, eine Reihe bläulich schimmernder Punkte. Die paarigen Brustflossen (Pectoralen) sind durchsichtig und gefächert, die, ebenfalls paarigen, Bauchflossen (Ventralen) sind im oberen Teil rund und breit, nach unten zu spitz zulaufend. Die einzelne Afterflosse (Anale) erstreckt sich ungefähr von der Mitte des Bauches bis zum After, sie steht nach hinten zu über bis zur Schwanzflosse und läuft nach unten ebenfalls spitz zu, jedoch wesentlich breiter, als die Bauchflossen. Die Schwanzflosse (Kaudale) fächert zunächst breit auf, läuft jedoch dann lanzettenförmig nach unten bzw. oben zu. Unter den Tieren haben sich einige Farbformen herausgebildet, allerdings nur unter den Männchen der Art. Der Grund für diese Variabilität ist wohl das relativ weit reichende Verbreitungsgebiet. Man unterscheidet bei den natürlich gefärbten Männchen der Art zwischen drei Farbmorphen, den blauweißen Männchen, bei denen es sich um die von Steindachner beschriebenen Tiere handelt und Formen mit gelbem Farbeintrag, die von Schmettkamp (1982) bei Santarém und von Koslowski (1994) bei dem Rio Tefé beschrieben wurden. Außerdem existiert ein roter Farbtyp, dessen Zuchtformen, beispielsweise der 'Rotschwanz-Agassizii', sehr beliebt sind und bei den Händlern einen recht hohen Umsatz erzielen. Die Wildform der roten Farbmorphe kommt im westlichen Amazonasgebiet vor und zeigt bereits eine etwas rot geflammte Schwanzflosse. Mit ähnlich gefärbter Schwanzflosse kann man auch die gelbe Farbform antreffen, allerdings deutlich schwächer ausgeprägt. Bei allen Farbmorphen zieht sich seitlich ein dunkler Streifen über den gesamten Körper. Weibchen sind gräulich mit einem gelblichen Bauch.

Ernährung: Agassiz’ Zwergbuntbarsch ernährt sich in erster Linie von kleinen Wasserlebewesen, beispielsweise Insekten (Insecta) oder von kleinen Krebstieren (Crustacea). Auch die Larven vieler Wassertiere oder Jungfische anderer Arten werden gefressen.

Fortpflanzung: Es kommt nach dem Ablaichen der Eier zu einer äußeren Besamung durch das Männchen. Das Gelege kann weit über hundert Eier umfassen. Agassiz’ Zwergbuntbarsch pflanzt sich in Form der Mann-Mutter-Familie fort. Das heißt, das Gelege wird allein von der Mutter bewacht und gepflegt, das Männchen sichert und verteidigt das weitere Revier. Die Eier entwickeln sich vier Tage lang bis zum Schlupf der Larven, nach fünf bis sechs Tagen schwimmen die Jungfische frei und werden von der Mutter geführt.

Vorkommen: Agassiz’ Zwergbuntbarsch ist in Südamerika im Amazonasgebiet verbreitet. Er kommt allgemein vom oberen Amazonas in Peru bis nach Santarém, aller Wahrscheinlichkeit nach wohl sogar bis zum Mündungsgebiet bei Balém im Osten vor. Dabei kommt er teilweise in vielen Nebenflüssen und Gebieten vor, darunter die Ucayali-Gegend, Rio Yavari, Iquitos, Rio Juruá, Rio Tefé, Rio Purús-Mündung, Manáus, Rio Tapajós, Santarém, Rio Tocantins und Rio Cabím.

Lebensraum: Die Art lässt sich in unterschiedlichen Wassertypen auffinden, sowohl in Schwarzwasser, wie auch in Weiß- und Klarwasser. Die Gesamthärte des Wasser ist stets sehr gering, in der Regel unter einem °d. Dem entsprechend ist der µS-Wert auch niedrig. Der pH-Wert, also der Säuregrad des Wassers, liegt auf der pH-Skala von eins bis 14, wobei sieben der Neutralpunkt ist (0-6 sauer, 8-14 alkalisch), meist im neutralen Bereich oder etwas darunter.

Feinde: Zu den größten Feinden der kleinen Buntbarsche zählen größere Raubfische sowie Vögel (Aves), die sich von Fischen ernähren, wozu beispielsweise Reiher (Ardeidae) oder Eisvögel (Alcedinidae) zählen können.

Datei:Agassiz’ Zwergbuntbarsch.jpg

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