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Info: Die Aga-Kröte (Bufo marinus) gehört innerhalb der Familie der Kröten (Bufonidae) zur Gattung der Echten Kröten (Bufo). Die Aga-Kröte ist auch unter den Synonymen Rhinella marinaBufo angustipes und Bufo pythecodactylus bekannt.

Aussehen und Maße: Die Geschlechter der Agakröte unterscheiden sich stark in der Größe. Das Weibchen erreicht eine Länge von bis zu 23 cm sowie ein Gewicht von 1,5 Kg. Das Männchen wird bei einem Gewicht von 1,0 Kg lediglich etwa 13 cm groß. Die Agakröte gehört somit mit zu den grössten Froschlurchen der Welt. Weibliche Tiere sind dunkelbraun gefärbt, wobei der Rücken ein Muster aus hellbraunen Flecken aufweist. Männchen hingegen sind oliv bis braun gefärbt. Die Haut bei beiden Geschlechtern ist insgesamt warzig.

Lebensweise: Wie die meisten Krötenarten, so gehört auch die Agakröte zu den giftigen Kröten. Über Hinterohrdrüsen, den sogenannten Ohrdrüsen, sondert die Agakröte eine giftige Substanz ab, die unter anderem Bufotoxine, Halluzinogene und Katecholamine enthält. Auch die Kaulquappen sondern bereits dieses Gift ab. Aufgrund dieser Tatsache haben Agakröten keine Fressfeinde. In Australien wurde sie als Schädlingsbekämpfer eingeführt. Mittlerweile stellen sie sich wegen ihrer Fresslust selber als Schädling heraus wo sie urspünglich als biologischer Schädlingbekämpfer eingeführt worden sind, da sie die ursprünglich einheimische Tierwelt bedrohen. Schlangen, Dingos oder Warane, die versuchen die Kröte zu fressen, verenden. Auf Menschen hat das Gift eine halluzinogene Wirkung, die aber noch nicht abschliessend erforscht ist. Die Agakröte erreicht ein Alter von 25 Jahren.

Verbreitung: Ihr ursprüngliches Verbreitungsgebiet ist Nordamerika und das nördliche Südamerika. Eingeführt wurde sie in der Karibik, in Australien und anderen Gebieten Ozeaniens. Man findet sie in der Regel in offenen Landschaften mit Gewässernähe. Sie hält sich gerne unter Steinen, in Felsspalten oder ähnlichem auf.

Ernährung: Die Agakröte frisst alles was sie überwältigen kann. Dazu gehören neben Insekten, wie z.B. Spinnen, Würmer, Schnecken, Amphibien auch kleinere Säugetiere und Reptilien. Ausserdem sitzt sie vor Bienestöcken und fängt die Bienen ab, welche beladen mit Pollen und Nektar zum Bienenstock zurückfliegen. Eine durch Imker gefundene Aga-Kröte hatte 300 Bienen in ihrem Magen. Auch junge Mäuse werden gerne verzehrt. Es wurde auch schon oft Kannibalismus beobachtet. Aga-Kröten sind in der Lage, ihre Beute sowohl über den Geruch, als auch durch Bewegungen zu finden. Meistens ist der Menuplan dieser Krötenart nicht nur auf tierische Nahrung begrenzt. Sie findet Nahrung, in dem sie Haushaltsabfälle durchsucht, das Futter aus den Näpfen der Haustiere stiehlt und Aas zu sich nimmt. Da sie das Haustierfutter frißt, ist der Ausbreitungserfolg begünstigt.

Fortpflanzung: Die Paarungszeit erstreckt sich über die Trockenzeit und ist nicht an bestimmte Jahreszeiten gebunden. Allerdings pflanzen sie sich nur dann fort, wenn auch das Laichwasser genügend vorhanden ist. Das Weibchen legt zwischen 4.000 und 36.000 Eier, welche eine schwarze Färbung aufweisen, aus einer gallerartigen Masse bestehen und zwischen 4-5 mm im Umfang sind, in Strängen knapp unterhalb der Wasseroberfläche in stehenden Gewässern oder ruhigen Flussabschnitten ab. Sie ist dazu in der Lage, zweimal jährlich Eier zu produzieren. Die Eier werden dann vom Männchen im Wasser beftuchtet, welches vorher die weibliche Aga-Kröte mit lauten, langen, gurgelnden Trillern darauf aufmerksam macht, dass es die richtige Stelle gefunden hat. Dieser Klang, mit dem männliche Aga-Kröten das Weibchen locken, ist mit dem hellen Brummen eines bereits laufenden kleinen Motors vergleichbar. Die Schlupfzeit der Kaulquappen hängt davon ab, wie warm das Wasser ist. Sind es 34 Grad, dauert es 25 Stunden, ist dagegen nur 14 Grad, liegt die Zeitdauer bei 155 Stunden. Auch die Verwandlung von Kaulquappe zur Aga-Kröte ist abhängig von der Wassertemperatur und kann 12-60 Tage dauern.

Aga-Kröten als Drogenlieferanten: Aga-Kröten haben ein Hautgift und genau das wird gern zur Stimulation genutzt. Das Sekret wird "gemolken" und danach inhaliert durch eine Haschischpfeife. Die Konsumenten setzen sich gesundheitlichen Gefahren aus und die Krötenart wird gequält. Neben den Halluzinogenen DMT und 5-MeO-DMT, enthält das Sekret auch Giftstoffe. Es kommt während dem Konsum vor allem zu erhöhten Herzfrequenzen wegen Katecholamine, die Herzfrequenz wird durch das Bufotoxine gesenkt. Daher kommt es zu Bluthochdruck, epilepsieartigen Vekrampfungen und Herzrhythmusstörungen. Berichte zufolge lecken manche Drogenkonsumierer die Aga-Kröte, um dadurch Bufotxine aufzunehmen, welches milde Halluzinationen auslöst. Doch andere Toxine sind vielmehr vorhanden als Bufotoxine. Dadurch kann das Ablecken den Tod zur Folge haben oder ernsthafte Erkrankungen.

Hautgifte: Um sich gegen Feinde und Angreifer zur Wehr setzen zu können, sondern die Aga-Kröten giftigte Hautsekreten ab. Diese werden entweder über große Hinterohrdrüsen abgesondert oder über Drüsen am Rücken. Ist die Gefahr ernsthafter, setzt sie das Sekret spritzenförmig ein. Mehrere Substanzen sind in diesem Sekret vorhanden: Bufotenin, 5-MeO-DMT, Dimethyltryptamin (DMT), Bufotoxin, Katecholamine (Adrenalin und Noradrenalin) und Bufotalin. Vor allem Epidermis, Augen- und die Mundschleimhäute werden stark gereizt. Für Reptilien, Säugetiere und Vögel kann oraler Kontakt tödlich enden. Hunde, die Aga-Kröten apportierten, sind innerhalb von einer Viertelstunde (15 min) an den Giftstoffen verstorben. Auch bei Menschen kann es zu starken Haut- und Schleimhautreizungen kommen, wenn man direkten Kontakt mit Aga-Kröten hat. Todesfälle sind bekannt. Lieber sollte man sich, (vorallem ausgewachsenen Kröten) mit Bedacht und Ruhe nähern. Fotografieren in unmittelbarer Nähe ist mit Vorsicht anzugehen. Der Laich und später die Larven wehren sich mit toxischen Abwehrstoffen. Aga-Kröten weisen kurz nach der Metamorphose (Verwandlung von der Kaulquappe zur Kröte) die geringste Giftigkeit auf. An diesem Zeitpunkt sind die innersektorische Produktion der Hautgifte und die Hinterohrdrüsen noch nicht vollständig entwickelt.

Datei:Aga-Kröte.jpg

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