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Info: Der Afrikanische Habichtsadler (Hieraaetus spilogaster) zählt innerhalb der Familie der [1] Habichtartigen (Accipitridae) zur Gattung der Habichtsadler (Hieraaetus). Im Englischen wird der Afrikanische Habichtsadler african hawk-eagle oderafrican hawk eagle genannt. Von einigen Autoren wird dieser Taxon als Subspezies von Hieraaetus fasciatus im weiten Sinne (sensu-lato) betrachtet. Es gibt keine bekannten Unterarten, demnach ist die Art monotypisch.

Aussehen und Maße:

Der Afrikanische Habichtsadler ist ein kleiner bis mittelgroßer Greifvogel und erreicht eine Körperlänge von etwa 55 bis 65cm Zentimeter. Das Obergefieder ist zum Teil schwärzlich gefärbt und die Unterseite ist von einer weißen Färbung und mit deutlich ausgeprägten schwarzen Streifen versehen. Die Geschlechter ähneln sich in der Gefiederfärbung, wobei das Gefieder des Weibchens oft mehr gefleckt und mit Streifen versehen ist als bei dem Männchen. Die Schwungfedern sind von einer weißlichen Färbung und mit einer schwarzen Hinterkante besetzt. Ferner weisen die Unterflügel eine schwärzliche Färbung auf und sind ebenfalls mit weißen Flecken versehen. Das Gefieder der Jugendlichen weist eine überwiegend rotbräunliche Färbung auf, vor allem auf dem Kopf und auf der Unterseite. Auf der Brust zeigen sich mit unterschiedlich großen Mengen dunkle Streifen. Die Jugendlichen ähneln in ihrer Gefiederfärbung eher dem Schwarzmantelhabicht (Accipiter melanochlamys). Der Ruf des Afrikanischen Habichtsadler ist ein schriller Flötenton und klingt etwa wie "klu-klu-klukluee".

Lebensweise: Der Afrikanische Habichtsadler verbringt den Großteil des Tages in den Baumkronen eines gut belaubten Baumes. Nur am Morgen schweben die Paare ziemlich auffällig am Himmel auf der Suche nach Beutetieren. Der Afrikanische Habichtsadler bewohnt paarweise die bewaldeten Savannen und ist auch häufig in Waldgebieten anzutreffen, jedoch meidet der Afrikanische Habichtsadler immergrüne Wälder. Auch in hügeligen und strauchigen Landschaften hält sich der Afrikanische Habichtsadler auf. Gelegentlich kann man den Afrikanischen Habichtsadler in Gesellschaft mit dem Kampfadler (Polemaetus bellicosus) beobachten.

Verbreitung: Laut der Roten Liste der IUCN kommt der Afrikanische Habichtsadler in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Angola, Benin, Botswana, Burkina Faso, Burundi, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Tschad, Demokratische Republik Kongo, Côte d'Ivoire, Eritrea, Äthiopien, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kenia, Malawi, Mali, Mauretanien, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Südafrika, Sudan, Swasiland, Vereinigte Republik Tansania, Togo, Uganda, Sambia und Simbabwe. Der Afrikanische Habichtsadler hält sich bevorzugt in gemäßigten Wäldern, in subtropischen und tropischen bewaldeten feuchten Niederungen, in trockenen Savannen, im subtropischen und im tropischen trockenen Buschland sowie im gemäßigten Grasland auf. Des Weiteren besucht der Afrikanische Habichtsadler auch landwirtschaftliche Nutzflächen und ebenso Plantagen.

Ernährung: Der Afrikanische Habichtsadler gilt als Ansitzjäger. Die Jagd erfolgt demnach von einer Ansitzwarte aus. Eher selten erfolgt die Jagd auch aus einem Suchflug heraus. In der Regel gelten Hohe Bäume als beliebte Ansitzwarte. Ist ein Beutetier erspäht, erfolgt ein kurzer Flug und das Beutetier wird am Boden mit den Fängen gepackt. Zu den bevorzugten Beutetieren gehören kleine Säugetiere wie zum Beispiel Mangusten (Herpestidae) und Kletterschliefer (Procaviidae). Hin und wieder werden auchVögel (Aves) bis zur Größe eines Frankolin (Francolinus) und Kriechtiere (Reptilia) erbeutet. Die Nahrungssuche erfolgt ausschließlich am Tage.

Fortpflanzung: Die Geschlechtsreife erreicht der Afrikanische Habichtsadler mit rund drei Jahren. In den meisten Verbreitungsgebieten erstreckt sich die Paarungszeit von Mai bis in den Juli hinein. Dabei gilt: je südlicher das Verbreitungsgebiet, desto früher setzt die Paarungszeit ein. Lichte Waldränder dienen für gewöhnlich als Nistareal. Die Geschlechter leben in einer monogamen Einehe und bauen ihre Horste hoch oben in einer Baumgabel. Ein Nest besteht im Wesentlichen aus Reisig und teils auch aus kräftigen Zweigen. Das Nestinnere wird in der Regel mit Blättern und ähnlich weichen Materialien ausgepolstert. In das fertige Nest legt das Weibchen ein bis zwei Eier. Die Eier werden über einen Zeitraum von 35 bis 37 Tagen überwiegend vom Weibchen gewärmt. Während dieser Zeit wird das Weibchen vom Männchen mit Nahrung versorgt. Nur in den Brutpausen des Weibchens beteiligt sich auch das Männchen am Bebrüten der Eier. Die geschlüpften Küken werden in der ersten Zeit nur vom Weibchen gefüttert. Sie reißt Beutetiere in mundgerechte Happen und verfüttert diese an den Nachwuchs. Die Nahrung wird anfangs überwiegend vom Männchen herangebracht. Später beteiligen sich beide Geschlechter an der Fütterung. Die Nestlingszeit erstreckt sich über einen Zeitraum von 58 bis 60 Tagen. Mit Erreichen der Selbständigkeit verlassen die Jungvögel das Revier der Eltern.

Bedrohung und Schutz: Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Afrikanische Habichtsadler heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Das globale Verbreitungsgebiet der Populationen erstreckt sich annähernd über 20.000 Quadratkilometer. Der Afrikanische Habichtsadler ist in weiten Teilen dieses großen Areals meist häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Afrikanische Habichtsadler selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird der Afrikanische Habichtsadler als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Datei:Afrikanischer Habichtsadler.jpg

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