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Info: Der Afrikanische Büffel (Syncerus caffer), der auch Kaffernbüffel genannt wird, zählt zur Familie der Hornträger (Bovidae) und gehört zur Gattung Syncerus. Er gehört unter Großwildjägern in Afrika zu den sogenannten Big Five (Elefant, Löwe, Nashorn, Flußpferd, Afrikanischer Büffel).

Beschreibung: Der Afrikanische Büffel erreicht eine Körperlänge von bis zu 320 cm, eine Schulterhöhe von gut 160 cm, eine Schwanzlänge von 75 bis 110 cm sowie ein Gewicht von 500 bis 900 Kg, selten auch bis 1.000 Kg. Die Hörner, die von beiden Geschlechtern getragen werden messen bis zu 100 cm. Bei männlichen Tieren sind die Hörner durch einen Knochenschild verbunden. Das sehr kurzhaarige Fell ist schwarz bis braun gefärbt. Waldbüffel sind immer bräunlich. Die Ohren befinden sich seitlich am Schädel unterhalb der Hörner und sind herabhängend. Die Büffel sind in hohem Maße soziale Tiere. Sie leben in Gruppen von bis zu 50 Tieren, Waldbüffel meist nur in Gruppen von bis zu 20 Tieren. Oft schließen sich auch mehrere Gruppen in Großherden von bis zu 1.000 oder mehr Individuen zusammen. Eine Gruppe besteht aus mehreren Weibchen und deren Nachwuchs. Sie bewohnen ein festes Revier. Männliche Bullen schließen sich zu kleinen Junggesellengruppen zusammen oder leben einzelgängerisch.

Tagsüber sind sie auf Wanderschaft oder ruhen sich an schattigen Plätzen aus. Oft sieht man sie auch im Schlamm suhlen. Das dient zur Reinigung des Fells. Nach dem Suhlen reiben sie sich an Bäumen, um sich lästiger Parasiten zu entledigen. Hier werden sie auch oft von Madenhackern unterstützt, die ihnen die lästigen Parasiten aus dem Fell picken. Auf der Flucht vor Feinden können sie Geschwindigkeiten von bis zu 57 km/h erreichen. Sie haben nur wenige Feinde. An den Wasserstellen werden sie von großen Nilkrokodilen bedroht. In der Savanne meist nur von Löwen oderLeoparden, die aber nur geschwächte Einzelgänger oder Kälber reissen können. Afrikanische Büffel sind sehr wehrhaft, die sich als Gruppe wehren und so fast unantastbar sind. Jungtiere werden von den Alttieren vehement verteidigt. In weiten Teilen sind Afrikanische Büffel heute selten geworden. Grund hierfür ist die starke Bejagung durch Wilderer und Jäger. Auch Lebensraumzerstörung und die Urbanisierung spielen hier eine Rolle.

Unterarten:

Verbreitung: Das Hauptverbreitungsgebiet erstreckt sich über das Gebiet südlich der Sahara. Sie bewohnen dabei sowohl dichten Regenwald (Syncerus caffer nanus) als auch offene Savannen und Feuchtsavannen (Syncerus caffer caffer). In Höhenlagen sind sie in Höhen von bis zu 3.000 Metern anzutreffen. In Südafrika waren sie bereits ausgestorben, sind in einigen Nationalparks aber wieder angesiedelt worden.

Nahrung: Afrikanische Büffel ernähren sich von Gräsern, Kräutern und Laub. Dabei werden auch harte Pflanzen wie Schilfgras nicht verschmäht. Die Tiere weiden vorzugsweise in den Abend- und Morgenstunden oder nachts. Pro Tag weiden sie etwa acht bis zehn Stunden lang.

Fortpflanzung:

Weibchen erreichen die Geschlechtsreife mit rund fünf Jahren, männliche Tiere hingegen bereits mit drei bis vier Jahren. Die Paarungszeit beginnt mit dem Ende der Regenzeit. Die Weibchen sind während der Paarungszeit für 23 Tage in Hitze. Geschlechtsreife Bullen stoßen zu Beginn der Paarungszeit zu den Herden. Zwischen den Bullen kommt es zu erbitterten Gefechten, wobei sie mit ihren Hörnern aufeinanderprallen. Selten kommt es dabei zu gefährlichen Verletzungen. Der Schild zwischen den Hörnern schützt sie vor Verletzungen.

Nach einer Tragezeit von rund 340 Tagen bringt das Weibchen ein Jungtier zur Welt, das etwa 40 Kg wiegt. Das Jungtier verfügt anfangs über ein dichtes Fell. Es wird für etwa sechs bis acht Monate gesäugt. Männliche Jungtiere verlassen mit zwei Jahren die Gruppe, Weibchen bleiben ein Leben lang in der mütterlichen Gruppe. Die Lebenserwartung liegt in Freiheit bei 16 bis 20 Jahren, in Gefangenschaft können Afrikanische Büffel durchaus 30 Jahre alt werden.

Datei:Afrikanischer Büffel.jpg

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