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Info: Die Afrikanische Speikobra (Naja nigricollis) zählt innerhalb der Familie der Giftnattern (Elapidae) zur Gattung der Echten Kobras (Naja).

Beschreibung:

Die Afrikanische Speikobra erreicht eine durchschnittliche Länge von 120 bis 150, selten auch bis 180 Zentimeter. Die Grundfärbung des Körpers ist überwiegend schwarz. Die Färbung kann leicht purpurrot schimmern. Die Unterart Naja nigricollis nigricincta weist auf der Körperoberseite eine gestreifte Musterung auf, die entfernt an die Streifung eines Zebras erinnert. Jungtiere sind meist dunkelgrau bis fast schwarz gefärbt. Die für Kobras typische Nackenzeichnung fehlt völlig. Die Afrikanische Speikobra ist überwiegend dämmerungsaktiv. Ihre aktivste Zeit entfaltet sie in den frühen Morgen- und Abendstunden. Während des heißen Tages sucht sie Schutz in hohlen Baumstämmen, in Felsspalten oder an ähnlich geschützten Stellen.

Afrikanische Speikobras gehören zu den hochgiftigen Schlangen. Das starke Gift hat neurotoxischen Charakter und führt bei Beutetieren binnen Minuten zum Tode. Die Bisse führen beim Menschen auch zu schweren Gewebenekrosen. Es greift insbesondere das zentrale Nervensystem und führt beim Menschen nicht selten zum Tode. Das Gift wird jedoch nicht nur über einen Biss injiziert, es kann auch aus einer Entfernung von bis zu zwei Metern versprüht werden. Dabei orientiert sich die Afrikanische Speikobra an der Bewegung seines Opfers oder Angreifers. Gelangt das Gift beispielsweise in die Augen, so führt dies unweigerlich zur Erblindung.

Unterarten:

Verbreitung: Das Hauptverbreitungsgebiet der Afrikanischen Speikobra erstreckt sich über das westliche, zentrale und südöstliche Afrika. Insbesondere in Angola, Benin, Burkina Faso, Kamerun und der Zentral Afrikanischen Republik ist diese Kobra-Art weit verbreitet. Sie bewohnt halbtrockene bis trockene Wälder, Savannen- und Buschgebiete bis in Höhen von rund 1.000 Metern. Oftmals hält sie sich auch in der Nähe menschlicher Siedlungen auf. Nicht selten ist auch zu beobachten, daß sie vereinzelt auf der Nahrungssuche in Häuser eindringt.

Nahrung: Die Afrikanische Speikobra ernährt sich hauptsächlich von Nagetieren, kleineren Reptilien und Amphibien. Sie ist eine typische Lauerjägerin, die blitzschnell zuschlägt, wenn ein Beutetier nah genug herangekommen ist. Sie frisst die Beute aber nicht direkt, sondern wartet bis ihr hoch toxisches Gift Wirkung gezeigt hat. Das Gift schädigt das zentrale Nervensystem, Beutetiere ersticken in der Regel qualvoll. Ist das Beutetier tot, so verschlingt die Afrikanische Speikobra es wie alle Schlangen auch mit dem Kopf voran. Nicht selten wagt sich die Afrikanische Speikobra auch in die Nähe menschlicher Siedlungen, um dort nach potentieller Beute zu suchen.

Fortpflanzung: Die Paarungszeit beginnt meist im Frühjahr. Rund acht Wochen nach der Kopulation legt die Afrikanische Speikobra zwischen fünfzehn und fünfundzwanzig Eier ab. Die Ablage kann in feuchter Erde, in Kompost- oder Laubhaufen, in hohlen Baumstämmen oder an ähnlich geschützten Plätzen erfolgen. Die Eier weisen eine ovale Form auf. Nach einer Inkubationszeit von 60 bis 80 Tagen schlüpfen die Jungschlangen, die sich meist nach einer Woche das erste Mal häuten und eine Schlupflänge von 20 bis 25 Zentimeter aufweisen. Wie die adulten Tiere, so suchen auch die Jungschlangen bei Bedrohung ihr Heil in der Flucht. Sie gelten als wenig angriffslustig. Die Hauptaktivität entfalten die Jungschlangen mit Einsetzen der Dämmerung. Eine Afrikanische Speikobra kann ein Alter von über 20 Jahren erreichen.

Datei:Afrikanische Speikobra.jpg

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