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Info: Die Afrika-Zwergohreule (Otus senegalensis) zählt innerhalb der Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae) zur Gattung der Zwergohreulen (Otus). Manche Forscher sehen die Afrika-Zwergohreule als Unterart der Zwergohreule (Otus scops), Linnaeus, 1758 und führen sie unter dem wissenschaftlichen Namen Otus scops senegalensis, Swainson, 1837.

Aussehen und Maße: Afrika-Zwergohreule gehört zu den kleineren Eulenarten. Sie erreicht eine Körperlänge von 17 bis 20 Zentimeter, eine Flügelspannweite von gut 45 Zentimeter sowie ein Gewicht von 50 bis 100 Gramm. Männchen bleiben typischerweise ein wenig kleiner und leichter als Weibchen. Ansonsten weisen die Geschlechter keinen nennenswerten Dimorphismus auf. Je nach Verbreitungsgebiet und Unterart weist die Art eine gräuliche oder rotbraune bis rotgraue Färbung auf. Der Kopf ist meist etwas dunkler gefärbt. Die einzelnen Federchen weisen eine schwärzliche Säumung oder schmale geriffelte Bänder in gleicher Färbung auf. Der Schwanz zeigt eine dunkle Querbänderung. Die Gesichtsscheibe ist überwiegend gräulich gefärbt und setzt sich nicht von der Färbung des restlichen Gefieders ab. Markant ist der große rundliche Kopf und die großen Augen. Die Iris der Augen ist gelblich, die Pupille weist eine dunkle Färbung auf. Der kleine aber kräftige Schnabel ist schwarz gefärbt. Die Extremitäten sind bis zu den Zehen befiedert. Im Geäst der Bäume ist die Afrika-Zwergohreule durch das Tarngefieder kaum auszumachen. Juvenile Vögel ähneln im Grunde den adulten Vögeln, jedoch geht ihre Färbung mehr ins Bräunliche.

Lebensweise: Afrika-Zwergohreulen sind wie fast alle Eulenarten nachtaktiv. Am Tage ruhen die Vögel an geschützter Stelle im Geäst der Bäume. Hier sind sie aufgrund ihres Tarngefieders kaum auszumachen. Auch wenn sie ruhen, so sind sie doch wachsam und ihre Federohren sind aufgerichtet. Im Wachzustand sind die Federohren angelegt und ihr Kopf erscheint rundlich. Afrika-Zwergohreulen sind ausgesprochen standorttreu, selbst der angestammte Ruheplatz wird immer wieder aufgesucht. Die Jagd auf Beutetiere erfolgt von einer Ansitzwarte aus. Nach einem kurzen Gleitflug wird ein Beutetier mit den kräftigen Krallen erbautet.

Unterarten:

Verbreitung: Die Afrika-Zwergohreule ist mit ihren Unterarten in weiten Teilen Afrikas, südlich der Sahara verbreitet. Ihr Verbreitungsgebiet reicht dabei von West- bis nach Ostafrika, im Süden bis ins südliche Südafrika. Sie bewohnt eine Reihe von Lebensräumen wie offene Savannen, lichte Wälder, Sumpfgebiete, Mangroven und ähnliche Habitate. In der Nähe des Menschen sind die Vögel auch in Siedlungsräumen anzutreffen. Hier werden insbesondere größere Gärten und Parks bevorzugt.

Ernährung: Auf dem Speiseplan der Afrika-Zwergohreule stehen hauptsächlich kleinere Tiere. Dazu gehören insbesondere kleine Eidechsen und Insekten aller Art. Auch die Raupen und Larven werden bei Gelegenheit nicht verschmäht. Die Jagd beginnt nach Einbruch der Nacht und endet spätestens in der Morgendämmerung. Die Jagd erfolgt von einer Ansitzwarte aus. Hat die Afrika-Zwergohreule ein Beutetier über ihren Seh- oder Hörsinn lokalisiert, so beginnt ein kurzer Gleitflug und sie schlägt das Beutetier mit den kräftigen Krallen.

Fortplanzung: In den meisten Verbreitungsgebieten erstreckt sich die Paarungszeit über das Frühjahr. Dies ist zumeist von April bis Juni der Fall und deckt sich mit der Regenzeit. Die Geschlechter leben in einer monogamen Einehe, die jedoch in der Regel nur eine Saison hält. Genistet wird in Baumhöhlen, die von anderen Tieren übernommen werden. Ist das Nest fertig eingerichtet, so beginnt das Weibchen mit der Eiablage. Sie legt zwischen vier und sechs Eier, die sie über einen Zeitraum von 25 bis 27 bebrütet. Das Bebrüten beginnt bereits mit dem ersten Ei. Das Männchen sorgt während dieser Zeit für Schutz und Nachschub an Nahrung. Die geschlüpften Küken sind beim Schlupf noch nackt und die Augen geschlossen. Der Nachwuchs wird von beiden Elternteilen mit Insekten versorgt. Im Alter von etwa vier Wochen erreichen die Jungeulen die Flugfähigkeit.

Gefährdung und Schutz: Die Afrika-Zwergohreule gilt heute noch nicht als gefährdete Art. Sie kommt in den meisten Verbreitungsgebieten noch häufig vor. In der Roten Liste der IUCN wird die Art daher als nicht gefährdet geführt. Jedoch sinken seit Jahren die Bestände. Genaue Bestandszahlen liegen aufgrund des großen Verbreitungsgebietes jedoch nicht vor. Hauptgrund ist der zunehmende Verlust der Lebensräume durch Abholzung der Wälder. Langfristig sind die sinkenden Tendenzen kaum aufzuhalten, wenn der Raubbau an der Natur so weiter geht.

Datei:Afrika-Zwergohreule.jpg

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