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Info: Der Afrika-Waldkauz (Strix woodfordii), auch als Woodford-Kauz oder Woodford-Waldkauz bekannt, zählt innerhalb der Familie der Eigentlichen Eulen (Strigidae) zur Gattung der Käuze (Strix). Im Englischen wird der Afrika-Waldkauz african wood-owlafrican wood owl oder wood owl genannt.

Aussehen und Maße: Der Afrika-Waldkauz ist ein mittelgroßer Kauz und erreicht eine Körperlänge von etwa 30 bis 36 Zentimeter. Das Gewicht liegt zwischen 240 und 350 Gramm. Das Männchen bleibt wie bei allen Eulen ein wenig kleiner und leichter als das Weibchen. Markantes Merkmal ist der rundliche Kopf und der ausgeprägte Gesichtsschleier, der eine weißliche Färbungt mit ausgeprägten weißen Augenbrauen aufweist, die einen Kontrast zu den dunklen Augen und zum Kopf bilden. Das Gefieder ist oberseits rötlich bis bräunlich gefärbt und ist rotbraun gemustert (mit Längsstreifen) gefärbt. Vor allem im Bereich des Rückens und der Flügel zeigen sich stellenweise eine weißliche Querbänderung und weißliche Flecken. Der Schwanz ist ebenfalls mit weiß-braunen Querbinden versehen. Der obere Brustbereich ist durch ein recht große Halskrause gekennzeichnet. Zusätzlich zeigen sich auf der Brust hellbraune Querstreifen. Die Bauchseite ist deutlich heller gefärbt und weist eine hellbraune Streifung auf. Der kräftige Schnabel erscheint schmutziggelb gefärbt. Die Augen sind sehr dunkel, meist schwarzbraun gefärbt. Die Extremitäten und die Zehen weisen eine gelblichrosafarbene bis orangefarbene Tönung auf. Die Zehen enden in jeweils kräftig ausgeprägte schwarze Krallen. Die Jugendlichen ähneln im Wesentlichen den erwachsenen Vögeln. Der Ruf ist eine explosive Folge von lauten und schnellen Schreien.

Lebensweise: Der Afrika-Waldkauz gilt als überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Nur selten ist er auch am Tage aktiv. Auf Nahrungssuche geht der Afrika-Waldkauz für gewöhnlich mit Einbruch der Dunkelheit. Der Afrika-Waldkauz lebt einzelgängerisch oder paarweise, während der Paarungszeit auch in kleinen Familiengruppen. Er gilt als territorial und beansprucht als Paar ein Revier in einer Größe von einigen Hundert oder gar mehr als 1.000 Quadratkilometern. Während der Paarungszeit sind die Reviere in der Regel deutlich größer. Dies liegt an dem erhöhten Nahrungsbedarf. Das eigene Revier wird aktiv gegenüber Artgenossen und anderen Eindringlingen verteidigt. Wanderungen erfolgen nur im Falle des Nahrungsmangels, ansonsten verbleibt der Afrika-Waldkauz ganzjährig in den Brutgebieten. Je nach Verbreitungsgebiet lebt der Afrika-Waldkauz in immergrünen Wäldern, auf Auenwaldflächen, in dichten Wäldern und auch an der Küste gelegenes Buschland wird von dem Afrika-Waldkauz besiedelt.

Unterarten:

Verbreitung: Laut der Roten Liste der IUCN weist der Afrika-Waldkauz ein großes Verbreitungsgebiet auf, dazu zählen unter anderem Angola, Benin, Botswana, Burundi, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Kongo, Demokratische Republik Kongo, Côte d'Ivoire, Äquatorialguinea, Äthiopien, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kenia, Liberia, Malawi, Mosambik, Namibia, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Südafrika, Sudan, Swasiland, Vereinigte Republik Tansania, Togo, Uganda, Sambia und Simbabwe. Der Afrika-Waldkauz hält sich in subtropischen und tropischen feuchten bewaldeten Niederungen, in subtropischen und tropischen bewaldeten höher gelegenen Regionen, in trockenen Savannen, im subtropischen und im tropischen trockenen Buschland sowie in Kiefern-Plantagen auf.

Feinde: Zu den natürlichen Feinden des Afrika-Waldkauz gelten vor allem größere Greifvögel (Falconiformes) wie zum Beispiel der Schopfadler (Lophaetus occipitalis) und der Mohrenhabicht (Accipiter melanoleucus) und auf die Jungkäuze oder Eier haben es vor allem räuberisch lebende Säugetiere(Mammalia) abgesehen.

Ernährung: Der Afrika-Waldkauz ernährt sich als reiner Fleischfresser von einer Vielzahl an Beutetiere. Dazu gehören beispielsweise Nagetiere (Rodentia), Vögel (Aves), Reptilien (Reptilia) und Lurche (Amphibia). Aber auch größere Insekten (Insecta) und andere kleine Gliederfüßer (Arthropoda) werden keineswegs verschmäht. Die Hauptnahrung bilden jedoch kleine Nagetiere (Rodentia) wie Mäuse (Mus) bis hin zu Hasen (Leporidae) in Kaninchengröße. Die Jagd erfolgt meist von einer Ansitzwarte aus. Als dämmerungsaktiver Jäger ortet der Afrika-Waldkauz seine Beute mit dem gut ausgebildeten Gehör.

Fortpflanzung: Der Afrika-Waldkauz erreicht die Geschlechtsreife im Alter von zwei Jahren. Die Paarungs- und Brutzeit finden in den Monaten von Juli bis Oktober statt. Die Geschlechter führen eine monogame Einehe, die in der Regel ein Leben lang hält. Kommt ein Partner zu Tode, so erfolgt jedoch eine Neuverpaarung. Nach erfolgreicher Kopulation legt das Weibchen im eintätigen Abstand zwischen 2 und 3 weiße Eier. Das Nest befindet sich in der Regel in einer Nisthöhle eines Baumes. Je nach Lebensraum und klimatischen Bedingungen werden die Eier vom Weibchen über einen Zeitraum von 28 bis 32 Tagen gewärmt. Bebrütet werden die Eier mit Ablage des ersten Eies. Das Männchen sorgt während dieser Zeit für Nahrungsnachschub. Nach dem Schlupf sind die Nestlinge ausgesprochen unselbständig, sie sind blind und nackt. Die Augen öffnen sich ab dem siebten Lebenstag. Die Flugfähigkeit wird mit 30 bis 35 Tagen ereicht. Gefüttert wird der Nachwuchs von beiden Elternteilen. Mit Erreichen der Flugfähigkeit wird allerdings noch nicht die Selbständigkeit erreicht. Diese wird im Alter von gut vier Monaten erreicht. Bis zu diesem Zeitpunkt werden die Jungkäuze von den Eltern mit Nahrung versorgt. Die Jungen bleiben manchmal bis zur nächsten Brutzeit bei den Altvögeln.

Gefährdung und Schutz: Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Afrika-Waldkauz heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Das globale Verbreitungsgebiet der Populationen erstreckt sich annähernd über 20.000 Quadratkilometer. Der Afrika-Waldkauz ist in weiten Teilen dieses großen Areals meist häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Afrika-Waldkauz selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird der Afrika-Waldkauz als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Datei:Afrika-Waldkauz.jpg

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