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Info: Adela reaumurella, auch unter den Synonymen Phalaena reaumurella und Phalaena viridella bekannt, zählt innerhalb der Familie der Langhornmotten (Adelidae) zur Gattung Adela. Im Englischen wird die Art green longhorn genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Aussehen und Maße: Adela reaumurella erreicht eine Flügelspannweite von etwa 14,0 bis 18,0 Millimeter. Der Kopf und das Gesicht des Männchens sind schwarzhaarig. Beim Weibchen sind der Kopf und das Gesicht rostgelb behaart. Die Augen des Männchens sind ziemlich groß und der Abstand zwischen beiden schmäler. Beim Weibchen sind die Augen klein und weit auseinanderstehend. Die Fühler des Männchens sind fast viermal so lang als die Körperlänge. Des Weiteren sind die Fühler fein und gegen das starke, schwarze Wurzelglied sehr wenig verstärkt. Über dem Wurzelglied auf der Unterseite der Fühler wechselt die Farbe zwischen schwarz und weiß. Das Wurzelglied auf der Vorderseite ist schwarzhaarig. Beim Weibchen sind die Fühler wenig stärker ausgeprägt und über der Wurzel weiter hinauf etwas vollständiger und deutlicher geringelt. Das schwarze Wurzelglied hat vorn ein rostgelbes Haarbüschel. Die männlichen Taster sind länger als der Kopf und mit langen schwarzen Haaren bekleidet, die auf der Unterseite besonders reichlich sind und eine Bürste bilden. Die weiblichen Taster sind kurz und mit einem spitzen schwarzen Endglied versehen. Auf der Unterseite des zweiten Gliedes zeigen sich viele blasse rostgelbe Härchen. Der Saugrüssel ist bei beiden Geschlechtern unbehaart. Der Rückenschild des Männchens ist schwarz und mit kupferglänzenden Schulterdecken versehen und der Rückenschild Weibchens ist mit geröteten, messingglänzenden Schuppen bekleidet. Die Beine des Männchens sind schwarz, die Schenkel und Schienen sind außen violett und an den Füßen zeigt sich eine bräunliche Tönung und weißliche Spitzen der Glieder auf der Rückseite. Die Hüften, die Unterseite der Vorderschenkel, die Rückenschneide und die Wurzelhälfte der Unterseite der Hinterschienen sind mit langen schwarzen Haaren bekleidet. Beim Weibchen glänzen die Schenkel und Schienen dunkel messingfarben und nur die violetten Hinterschienen sind auf der Rückenschneide spärlich schwarzhaarig. Der Hinterleib ist schwarz und glanzlos. Beim Weibchen ist der Hinterleib an der Endhälfte zusammengedrückt und an den zwei letzten Gliedern kahl, geglättet und zugespitzt. Die Vorderflügel sind länglich, ziemlich stumpf gespitzt, glänzend, gesättigt goldgelb, gegen den Vorderrand und die Flügelspitze allmählich in Kupferfarbe übergehend. Die etwas seltene Varietät hat im Innenwinkel ein kleines, verloschenes Fleckchen von wechselnder Größe, das an dem Tier recht deutlich ist. Die Fransen sind kupferglänzend und nur am Innenwinkel ins Schwärzliche übergehend. Die Hinterflügel sind länglich, etwas gespitzt, schwarz, verdünnt purpurfarbig überzogen. Die Fransen sind schwärzlich und gegen die Flügelspitze wie in der Wurzellinie goldig schimmernd. Die Unterseite ist braun, violett schimmernd und gegen die Spitzen goldschuppig. Die Fransen der Vorderflügel und die der Hinterflügelspitzen glänzen goldfarben.

Lebensweise: Adela reaumurella hält sich in Deutschland am liebsten in niedrigem, lichtem Eichengehölz auf, seltener in den aus Birken, Salweiden und Weißdorn gemischten Gebüschen. Im Eichengehölz fliegen öfter die Männchen in großen Schwärmen um die Gipfel belaubter, niedriger Bäume und hoher Sträucher im Sonnenschein. Dabei heben und senken sich die Männchen und vollführen zwischendurch Seitenschwenkungen. Während dessen tragen die Männchen die Fühler schräg aufwärts gerichtet mit nach hinten übergebogenen Spitzen. Wenn die Männchen sich an einem Strauch niederlassen, dann geschieht es mit halb offenen, ganz flach gehaltenen Flügeln. Besonders zahlreich fliegen Männchen dort, wo ein Weibchen verweilt. Die Männchen drängen sich um das Weibchen und sind bestrebt, sich mit dem Weibchen zu paaren. Kommt ein kühler Windstoß, dann verschwinden alle auf einmal. Sie haben sich dann auf die Blätter gesetzt, die Flügel ziemlich flach und hohl dachartig haltend. Bei eintretender Windstille erheben sich fast alle zur gleichen Zeit, um ihren Schwarmflug fortzusetzen.

Verbreitung: Adela reaumurella kommt in manchen Gegenden des mittleren und nördlichen Europas stellenweise häufig in England, im südlichen Frankreich, in Deutschland, in Italien, in Ungarn, im Norden Schwedens, im Süden von Messina in Sizilien und in Klein-Asien vor. Die Art bewohnt die Ebene und auch das Gebirge. In Sizilien fliegt sie bis Ende März und in der ersten Aprilhälfte. In Deutschland fliegt sie bis Ende April und ist Mitte Mai am häufigsten zu beobachten.

Ernährung: Die Nahrung der Larven besteht aus trockenen, welken und frischen Blättern von Buchen und Eichen, die sie auf dem Boden finden.

Fortplanzung: Die Paarung beider Geschlechter findet im Flug statt. Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen die Eier an verschiedenen Pflanzen ab. Die frisch geschlüpften Larven fallen auf den Boden und ernähren sich von abgefallenen Blättern oder von Blattresten. Während dieser Zeit leben die Larven in der Bodenstreu und fertigen sich aus Pflanzenresten einen birnenförmigen zusammengesponnenen Sack. Die Verpuppung findet ebenfalls in der Strauchvegetation statt.

Datei:Adela reaumurella.jpg

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