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Info: Die Ackerhummel (Bombus pascuorum) zählt innerhalb der Familie der Echten Bienen (Apidae) zur Gattung der Hummeln (Bombus).

Aussehen und Maße: Die Königin der Ackerhummel erreicht eine Körperlänge von gut achtzehn Millimeter, die Arbeiterinnen etwa zehn bis vierzehn Millimeter und die Drohne rund vierzehn Millimeter. Auch die Flügelspannweite variiert je nach Kastenzugehörigkeit stark. Eine Königin erreicht eine Flügelspannweite von rund 30 Millimeter, die Arbeiterinnen und die Drohnen etwa 25 Millimeter. Der Saugrüssel erreicht je nach Kaste eine Länge von zehn bis fünfzehn Millimeter. Der Kopf und der Thorax sind gelblich bis rotbraun gefärbt. Der Pelz, der den gesamten Körper umgibt weist eine gelbliche Färbung auf. Der Hinterleib kann gelblich oder bräunlich sein. Es gibt hier mehrere Farbvariationen. Meist sind die ersten Tergiten dunkelbraun bis schwarz, die hinteren beiden Tergiten sind in der Regel gelblich bis rotbraun gefärbt.

Lebensweise: Anders als solitär lebende Bienen und Hummeln, bildet die Ackerhummel ein kleines Volk aus. Ein Volk besteht aus einer Königin, vielen Arbeiterinnen und Drohnen. Die Drohnen und die Jungköniginnen werden erst gegen Ende der Saison ausgebildet. Insgesamt kann ein Volk zwischen 100 und 150 Tiere umfassen. Die Ackerhummel fliegt in einer Generation im Jahr. Die Flugzeit erstreckt sich dabei insbesondere in Mitteleuropa zwischen April und Oktober.

Unterarten: - Bombus pascuorum floralis - Mitteleuropa

Verbreitung: Die Ackerhummel ist in weiten Teilen Mittel- und Südeuropa verbreitet. Man findet sie häufig auf Wiesen, an Wegrändern sowie in Parks und Gärten. Die Ackerhummel gilt zudem als Kulturfolgerin und ist in der Regel in der Nähe des Menschen anzutreffen. Stellenweise werden auch Mauerritzen und ähnliche Habitate besiedelt.

Ernährung: Ackerhummeln ernähren sich rein vegetarisch. Ihre wichtigste Nahrungsquelle sind Pflanzensäfte, insbesondere der Pollen und der Nektar von Blüten. Die Eiweißversorgung wird durch den Verzehr von Pollen sichergestellt. Zu den bevorzugten Pflanzen gehören insbesondere die Vogel-Wicke (Vicia cracca), die Weiße Taubnessel (Lamium album), der Wiesen-Klee (Trifolium pratense) und der Kriechende Günsel (Ajuga reptans).

Fortplanzung: Nachdem die Jungkönigin der Ackerhummel den Winter überstanden hat, beginnt sie zunächst mit der Nahrungsaufnahme, um wieder zu Kräften zu kommen. Dann macht sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Nistplatz. Die Ackerhummel kann ihr Nest sowohl unterirdisch in vorhandene Bauten anlegen als auch oberirdisch an geschützter Stelle in Moos- oder Laubschichten. Auch vom Menschen bereit gestellte Nistkästen werden gerne angenommen. Das eigentliche Nest weist einen Durchmesser von bis zu fünf Zentimeter auf und wird im innern mit Wachs ausgekleidet. Im Nest legt sie Vorräte in sogenannten Tönnchen an und baut kleine Nistnischen. Die Tönnchen formt die Königin aus einer wachsartigen Substanz. Hier legt sie ihre ersten rund zehn Eier. Nach wenigen Tagen schlüpfen dann die ersten Arbeiterinnen, die der Königin fortan beim Nestbau und der Nahrungssuche unterstützen. Bis zum Ende der Saison, die meist im Oktober endet, ist ein Hummelvolk auf bis zu 100, selten auch auf 200 Individuen angewachsen. Meist im September schlüfen aus den Eiern neue Königinnen und Drohnen. Die neuen Königinnen werden von den Drohnen begattet. Bis auf die neuen Königinnen, die in die Winterruhe gehen, stirbt das gesamte Hummelvolk.

Datei:Ackerhummel.jpg

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